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Katastrophenschutz

Katastrophenschutzübung MAYDAY

Veröffentlicht: Mittwoch, 29.01.2020
Autor: Christoph Plaisier

Ein schweres Sturmtief über der Nordsee brachte Sturmböen bis zu 110 Stundenkilometern, örtlich 20 bis 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und lokale Überschwemmungen.

Es gehörte eine gute Portion Fantasie dazu, um sich bei knapp 20˚C und tollem spätsommerlichem Sonnenschein dieses Unwetterszenario für die Katastrophenschutzübung des DLRG Wasserrettungszuges auszumalen.

Am frühen Nachmittag trafen die 61 ehrenamtlichen Retter aus den Landkreisen Cuxhaven, Osterholz und aus dem Stadtgebiet Cuxhaven in Kolonnenfahrt in Dorum Neufeld ein und bezogen den Bereitstellungsraum am Kutterhafen.

14 Fahrzeuge, 4 Rettungs- und Mehrzweckboote, technische und logistische Einheiten waren aus dem Bezirk zusammengekommen, um während der jährlichen Übung die Zusammenarbeit im Wasserrettungszug zu trainieren.

Gleich zu Beginn ließ der Fernerkundungstrupp der DLRG Horneburg, welcher der Übung als Ergänzungskomponente beiwohnte, eine Drohne aufsteigen, um sich einen Überblick über die vorhandenen Schadenslagen zu verschaffen und ein Lagebild zu erstellen. Mit diesen Informationen wurden dann durch Zugführer Tjark Makel Einsatzufträge an die ersten Trupps ausgegeben. Die Strömungsretter gingen in das Hafenbecken, um dieses von angeschwemmten Treibgut zu befreien. Direkt nebenan machten sich die Einsatztaucher der Tauchgruppe klar. Ein Fischkutter wurde durch Treibgut schwer beschädigt und drohte zu sinken. Einsatztaucher brachten unter Wasser ein Lecksegel an, um den Kutter vor weiterem Wassereinbruch zu bewahren.

Zeitgleich brachten sich an der gegenüberliegenden Hafenseite die Wasserrettungsgruppe in Position, um die Einsatzboote per Kran und Sliprampe zu Wasser zu lassen.

Über Funk erreichte die Einsatzleitung zeitgleich ein Notruf von See. Auf einem Kutter vor der Küste hatte es einen Unfall mit mehreren Verletzten gegeben. Die Bootstrupps machten sich unverzüglich mit Strömungsrettern und Sanitätern auf den Weg zu dem Havaristen. Dort bot sich den Rettern ein chaotisches Bild. Es gab mehrer schwer Verletzte an schwer zugänglichen Positionen im Schiff. Die Helfer nahmen die Erstversorgung der Patienten vor und bereiteten zusammen mit den Strömungsrettern den Abtransport der Verletzten per Rettungsboot vor. Am Hafen wartete bereits weiteres Sanitätspersonal an einer errichteten Verletztensammelstelle um diese nach Verletzungsgrad zu kategorisieren, weiterzubehandeln und schließlich an den landgestützten Rettungsdienst zu übergeben. 

Am Ende eines langen Tages kam aber auch die Verpflegung nicht zu kurz. Mit der eigener Feldküche wurden alle eingesetzten Kräfte mit einer großen Portion Chili verköstigt. 

Einsatzleiter Tjark Makel zeigte sich am Ende der Übung zufrieden: „Wir hatten hier eine tolle Gelegenheit, die Zusammenarbeit der verschiedenen Trupps und Ortsgruppen zu üben und eine komplexe Schadenslage autark abzuarbeiten.“

Drohnenfotos: Dr. Robby Renner

 

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